193. Abtauchen mit der Gabler Group, mit CEO David Schirm
Shownotes
Während vor allem die Mega-IPOs in den USA für Schlagzeilen sorgen, geraten Börsengänge hierzulande gerne in den Hintergrund – zu Unrecht! Im März wagte das Technologieunternehmen aus dem Unterwasser- und Marinebereich, Gabler Group, sein Börsendebüt. Über die Wettbewerbssituation, die Zukunftsaussichten und die bisherige Geschäftsentwicklung spricht der ES im Interview mit Gabler-CEO David Schirm.
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00:00:03: Hallo, mein Name ist Janine Krüger und ich bin die
00:00:05: Stimme des
00:00:05: Anleger-Podcasts des Effektenspiegelmagazins.
00:00:08: Wir sind mehr als nur ein Aktienpodcast!
00:00:10: Wir stehen für unabhängigen Börsenjournalismus – und das seit deiner Zeit.
00:00:13: in den vergangenen Jahren waren Börsengänge hierzulande eher ragesägt.
00:00:17: Während gerade in den USA auch in diesem Jahr die IPOs der superlative Verschlagzeilen sorgten... hat sich auch hierzulande das ein oder andere Unternehmen aufs Börsenpaket getraut.
00:00:27: Unter anderem die Gabler Group, die erst im März auf dem deutschen Börsepaket ihr die Büge feiert hat!
00:00:46: Ich freue mich heute mit CEO David Schirm hier im Podcast sprechen zu können.
00:00:50: Hallo Herr Schirm, schön dass Sie heute mein Gast sind.
00:00:52: Hallo Frau Krüger ich freue mich auch jetzt zu sein.
00:00:54: Herr Schirm sie sind seit diesem Jahr an der Börsee.
00:00:57: könnten Sie unseren Hörerinnen und Hörern einmal kurz Ihr Geschäftsmodell erläutern?
00:01:01: Sehr gerne... kurz ein bisschen länger brauchen wahrscheinlich, weil ich einmal kurz sozusagen auf das Thema Unterwasserwelt gehen möchte.
00:01:09: Weil dann immer wieder darüber sprechen vielleicht dem einen oder anderen ein bisschen Hintergrundwissen fehlt und einfach mal diese Prisanz und auch die Größe des Ganzen ein bisschen verdeutlichen möchte.
00:01:19: also dass wir so rund siebzig Prozent des Glogos mit Wasser bedeckt haben, das wissen die meisten.
00:01:25: Das war, dass das Datentransfers weltweit über Submarine Cables läuft.
00:01:30: Dass der Welthandels auf dem Sehwerk läuft.
00:01:34: Es gibt so fünf bis acht Choke Points, also maritime Nadelöre.
00:01:40: Da sind alle sozusagen Offshore Punkte die einfach nur verdeutlichen wie groß das Thema Unterwasserwelt ist.
00:01:48: und um das alles technologisch auf der einen Seite zu erschließen und auf der anderen Seite jetzt unter Betrachtung der geopolitischen Situation eben auch zu überwachen, braucht es diverse Technologien.
00:01:59: Und genau für diese Technologin steht die Gabler Group in drei Business Areas, indem wir dann die Technologen sozusagen aufgeteilt haben.
00:02:09: Das ist zum Einen das ganze Thema der bemannten Fahrzeuge, sprich Systeme, die wir für diese Systeme wiederum herstellen.
00:02:17: Das sind in dem Ursprungsgeschäft, two-and-a-zweiundsechzig ging es los mit der Gabler Maschinenbau das sind Mastsysteme für U-Boote, aber auch Mastysteme eben heute für unbemannte Fahrzeugen für sogenannte AUVs und EUV's.
00:02:32: Das ist ein Rudermaschinen, das ist ein großer After Sale Markt den wir dort haben.
00:02:36: Und dann haben wir die ComSend Data also Underwater Communication und Data, dass letztlich beschreibt alles an stationären Unterwassersystem, Horchstationen aber eben auch sonstige Sensoriken die unter Wasser Strukturen die unter Wasserdaten zusammenfassen und auch ein Netzwerk bilden zwischen den unbemannten Fahrzeugen zwischen dem bemannten Fahrzeuge oder war auch zu den stationären unterwassern System.
00:03:02: Und dann bis zum Daten Processing und Daten Fusion das aufbauen und zuletzt im Bereich Subsea Power bilden wir sozusagen das Rückgrat dieser gesamten Strukturen.
00:03:12: Das sind Backup-Systeme für Energie, die wir brauchen unter Wasser auch umso wichtiger heute wenn mit Schattenflotten durch das Anchoring hier und dort eben auch Submarine Cables beschädigt werden.
00:03:24: oder Pipelines sind eben solche Backupsysteme dann dort, um entsprechend über die Energieversorgung, wie es gibt, dann eben auch noch technische Lösungen vor Ort zu finden und weiter laufen zu lassen?
00:03:34: Oder eben auch AUVs in den Batterien so dass ist Das Geschäftsmodell.
00:03:39: Und wie muss man sich die Wettbewerbssituation vorstellen?
00:03:44: Dies auch wiederum unterschiedlich in diesen verschiedenen Business Areas, auf der einen Seite wenn wir jetzt über die Submarines sprechen dort sind wir eher im Oligopol.
00:03:55: da gibt es zwei Wett bewerber.
00:03:56: einer von denen das ist die L-III Harris Calzoni mit Sitz in Italien aber zugehörig eben zu dem großen L-II Harris Konzerne in den USA.
00:04:05: Das sind die Mastsysteme vor allem und auch die Hudermaschinen und andere Systeme für die U-Boote.
00:04:11: Alles rund um Coms and Data, dort haben wir vor allem Unternehmen wie Sonnadein, die man jetzt vielleicht im Zusammenhang mit der Kraken Robotics übernahme von dem man gehört hat oder eben auch eine Telledein, sprich da gibt es verschiedene Anbieter, die eben auch unter Wassernetzwerke darstellen.
00:04:28: Ein Stück war.
00:04:29: der Unterschied ist und er kommt eben auch aktuell mehr und mehr über das ganze Thema auch wieder der geopolitischen Situation, dass das Thema European Souveranity also die Souveränität Europas in der Technologie vorangetrieben wird, dass wir dort natürlich mit Standort in Europa eben auch gewisse Vorteile haben jetzt nicht nur technologisch sondern dann auch von der von der geografischen Lage.
00:04:49: Und zuletzt im Power Bereich da sind wir tatsächlich was die riesigen Systeme angeht bis zu sechs megawatt unter wasser energie bereitstellungen die wir dort leisten können.
00:04:59: da sind wir einzigartig auf dem markt.
00:05:01: und im bereich wiederum der batterien für a uv's und jury so wie unbemannte fahrzeuge dort gibt es zum beispiel eben schon genannte kraken robotics die mit einer anderen technologie dort unterwegs ist aber dort eben auch entsprechende batterien fertig und ausliefert.
00:05:17: Ich gehe mal davon aus, dass es sich eher um langfristige Verträge handelt.
00:05:21: Wie lange kann man sich so im Durchschnitt eine Vertragslaufzeit vorstellen?
00:05:26: Bei den U-Boten ist das genauso.
00:05:27: bei den U Boten haben wir teilweise Verträge die dann schon auf die nächsten drei vier fünf Jahre abzielen weil das dort entsprechend wenn man TKMS als Einkunden von uns zum Beispiel sieht sie haben dann irgendwas bei ein bis vielleicht zwei u-Boote im Jahr diese herstellen und an dieser Geschwindigkeit sind wir natürlich gekoppelt.
00:05:44: was die Auslieferung angeht.
00:05:46: Wiederum, wenn wir auf den Plattformen, die es schon gibt, gewisse Technologien installieren.
00:05:51: Dort ist es dann einiges schneller, da reden wir also eher von Durchlaufzeiten vor zwölf Monaten, wenn es zum Beispiel um das Upgrade vom System geht oder eben auch schlicht um das Maintenance und das Refit von solchen Systemen.
00:06:03: In den anderen beiden Business Areas in Power wie auch in Coms and Data wiederum haben wir dann noch ein gewisses Produktgeschäft wo wir so ein bisschen eher in den industriellen Standard kommen.
00:06:12: dass wird dort auch mit Lieferzeiten an den Kunden bringen.
00:06:19: Ein ganzer Teil ihrer Aufträge kommt ja aus dem Verteidigungssektor, Sie hatten gerade schon mal angesprochen im Grunde wie breit das ganze Feld unter Wasserwelt ist?
00:06:27: Aus welchen Bereichen kommen Ihre Kunden aktuell denn noch?
00:06:31: Also die Technologien sind großteils mal für zivile Anwendungsfälle entwickelt worden und auch unsere Kunden grade in den Bereichen Comes Data & Power sind eben auch noch zivil.
00:06:42: Insgesamt aber merken wir natürlich mit Stand heute achtzig Prozent Defense Aufträgen, zwanzig Prozent Zivil, dass sie das extrem verändert hat.
00:06:50: Das heißt, wir haben noch zivile Kunden.
00:06:52: zum Glück auch wollen wir auch noch lange haben und in dem Bereich wird es eben auch weiter wachsen.
00:06:58: Das sind dann Bereiche wie Science, das ist Deepsea Mining ein Thema was immer weiter hoch kommt.
00:07:03: Das ist Oil and Gas, das ganze Thema der Renewables.
00:07:07: dort sind wir also breit aufgestellt und können letztlich Mit den Technologien, mit denen wir in dem Fall jetzt auch Bereiche überwachen kann man eben auch mit anderen Sensoriken an den gleichen Systemen wiederum zum Beispiel auch irgendwelche Grenzwerte im Umweltbereich überwachten oder entsprechend dann auch über Gateway-Boyons entsprechend an den Kunden bringen.
00:07:29: Jetzt hatten Sie gerade schon gesagt, achtzig Prozent der Aufträge aus dem Defense Bereich die steigenden Verteidigungsausgaben und die zunehmende Sorge vor Sabotage-Akten auch bei Untersäkabeln und Pipelines zum Beispiel beherrscht ja im Moment die Schlagzeilen und auch so ein bisschen der Versuch, dass Europa unabhängiger werden möchte von USA zum Beispiel.
00:07:51: Hat sich denn das Nachfrageverhalten in dem Zusammenhang für sie verändert?
00:07:55: Also spüren Sie da eine Änderung der Nachfrage?
00:07:59: Also definitiv!
00:08:01: Wenn man jetzt den Begriff Nachfrage nimmt dann ist er vielleicht am Anfang ein bisschen missleading dahingehend dass das ein Markt ist und es ist wahnsinnig spannend, dass wir gerade am Anfang sozusagen dieser Riesenentwicklung an dem Markt sind.
00:08:12: Dass sich überhaupt solche Technologien positionieren.
00:08:15: also ich würde den Markt grade so einschätzen, dass die Nachfrage nach möglichen Lösungen gerade extrem angestiegen ist aber der Endkunde noch gar nicht immer genau weiß was er eigentlich benötigt.
00:08:26: Das heißt wir sind noch in vielen Projekten auch dabei mit den Kunden gemeinsam Lösung zu entwickeln wie dann spezifisch für ob das jetzt eben ein Windpark ist oder ob das eine Hafenbecken ist wie dort Überwachung aussehen kann oder auch eben Submarine Cable und Pipeline und Co.
00:08:41: Und das ist etwas, was spannend ist, was also ein bisschen anders ist, dass man nicht sagt da ist ein Produkt und davon verkaufe ich einfach morgen mehr sondern, dass dieses Produkt auch so ein Stück weit noch in der Eterration sich befindet und was eben dazu führt, dass wir von dem, wie wir aufgestellt sind – und dann sind wir in Agapa Group extrem gut aufgestellt – verschiedenste Fähigkeiten brauchen weil der Schwerpunkt der einzelnen Fähigkeiten sich gerade noch diesen Findungsprozess eben auch noch ein bisschen ausprägen wird.
00:09:07: Gerade auch autonome und vernetzte Unterwassersysteme gelten ja als Zukunftstrend.
00:09:13: Wie ist Ihr Unternehmen hier aufgestellt?
00:09:15: Ist der Bereich für Sie auch ein Zukunftsmarkt, sag ich mal?
00:09:20: Definitiv ist das ein Zukunftsmarkt!
00:09:23: Wenn wir ein paar Jahre zurückschauen, als der Grundgedanke damals aus der reinen Gabler-Maschinbau diese Gabler Group aufzubauen mit verschiedenen Fähigkeiten in den richtigen Märkten zu sein... Da war genau das die Überlegung.
00:09:38: ein U-Boot Markt ist wahnsinnig spannend, weil er sehr langfristig ist.
00:09:42: hohe Mobilität auf die Zukunft.
00:09:45: Aber natürlich ist das Volumen beim U-Boot immer ein Stück weit überschaubar.
00:09:48: Das heißt wir werden dann nicht unbedingt eine exponentielle Entwicklung sehen bei den Ausbringungsstückzahlen aber andersherum wenn wir uns eben die unbemanden Fahrzeuge die autonomen Fahrzeugen anschauen dass es einen Markt der eben wahnsinnigt wächst.
00:10:00: ein paar KI's gefragt, irgendwas bei hundertsiebzig Herstellern weltweit von diesem autonomen System und entsprechende Stückzahlen.
00:10:09: Da gibt es jetzt noch nicht so richtige gute Daten.
00:10:11: aber auf jeden Fall reden werde man Wachstum über zwanzig Prozent was natürlich viel viel spannender ist sage ich erst mal in dem Anteil gegenüber dann vielleicht dem einen oder anderen sehr sehr etablierten Marken.
00:10:22: Ja gut, genau dort wollen wir mit rein.
00:10:24: Sind wir auch mit drinne?
00:10:25: Wir sind ganz bewusst nicht dabei ein eigenes Unterwasserfahrzeug aufzubauen weil wir eben sagen wir wollen nicht der hundred und siebzigste Hersteller sein.
00:10:33: Wir sehen den Markt gerade an dieser Stelle wie er jetzt gerade wächst.
00:10:37: das hat dann in den nächsten fünf Jahren sich ein Stück weit konsolidiert.
00:10:39: es wird die großen Lieferanten der autonomen Systeme geben Und wir möchten gerne der Zulieferer sein und positionieren uns genauso dass wir ihnen sagen alles was nicht wirklich core ist von einem AUV oder UUV sprich alles was nicht gerade die Positionierungsfähigkeit ist, die Navigationsfähigkeit vielleicht das Antriebssystem.
00:11:00: Das nehmen wir mal raus.
00:11:01: aber mit unserem System heute schon sei es die Batteriesysteme die wir haben, sei es Masksysteme für diese Unterwasserfahrzeuge, die Kommunikation, die Netzwerkbereitstellung all das machen wir und dafür sind wir eben extrem gut aufgestellt und merken auch dass dieser Markt schon ganz ordentlich zieht.
00:11:18: Jetzt unterteilt sich die Gabler Group, Sie hatten es gerade gesagt in drei Business Areas.
00:11:22: Gibt das hier einen Bereich der für sie in Zukunft noch besonderes Wachstumspotenzial hat?
00:11:27: Der vielleicht derzeit noch so ein bisschen hinterherhängt oder so ein bissel in den Kinderschuhen steckt?
00:11:33: Ja also da gibt es auf jeden Fall und so haben wir es auch ein Stück weit immer in unserer Equity Story kommuniziert Wir haben mit dem Submarin Geschäft, da wiederhole ich mich, einmal das linea steigende Ganz, ganz stabile Geschäft und wir haben eben mit Kommons in Data und Subsea Power die stark steigenden Märkte beziehungsweise Business.
00:11:55: Wo wir sagen dass wir damit twenty fünf Prozent drum Wachstum rechnen wenn ich davon jetzt wieder um eins mal rausnehme für die Hörerinnen und Hörern ist es ganz sicher das ganze Thema der der Subsea Energy Storage System.
00:12:07: Sie hat vorhin kurz angesprochen und zwar sind diese großen Systeme da.
00:12:12: Man muss sich so ein Container vorstellen, in einem Container ist eine Megawattstunde Energie und das wird zum Beispiel genutzt.
00:12:19: Ursprünglich mal für die Öl- und Gasindustrie wenn man auf tausend, zweitausend Meter Tiefe Öl und Gas fördert kann es eben dazu kommen dass über die Land Cables dies gibt eventuell mal eine Power oder eine Energieunterbrechung kommt trotz dieser redundanten Kabel die es dort gibt Und damit dann eben so ein System nicht komplett runter fährt.
00:12:39: So eine Förderstation, das dauert meist sieben bis zehn Tage, bis die wieder hochfährt gibt es dann entsprechend solche Backup-Systeme.
00:12:47: und das ist etwas was natürlich ursprünglich mal daher kam dass man sagt ich kann vielleicht darüber die Zeit der die Kabel zu erneuern mir ein bisschen erkaufen.
00:12:55: auf der anderen Seite ist es natürlich so gerade jetzt im Middle East haben diese ganzen Öl- und Gasunternehmen vor Ort festgestellt in Riesen unter Wasser, Pipelineinfrastruktur, eine Riesenkabelstruktur.
00:13:07: Wenn dort jemand entsprechend was Böses möchte und auch dort vielleicht das ein oder andere an Manipulationen läuft, braucht es eben jetzt auch ein Backupsystem.
00:13:15: Das heißt, es geht nicht mehr um marode Kabel, sondern darum, dass jemand bewusst dort manipuliert.
00:13:20: Und da sind diese Systeme auch wichtig.
00:13:22: Wir reden bei so einem System immer über zweistellige Millionenbeträge.
00:13:26: Das heißt, dort sehen wir ganz klar diesen riesen Bedarf am Markt und das größte Wachstumspotenzial.
00:13:34: wenn man das jetzt neben vielen anderen Potentialen die wir natürlich haben.
00:13:38: Wenn wir jetzt mal eins rauspicken sollen.
00:13:40: Was unsere Hörerinnen und Hörern natürlich auch sehr interessiert in welchen Regionen sind sie tätig?
00:13:45: Wir sind weltweit wirklich tätig.
00:13:47: also wir sind natürlich gerade im Defense Bereich reguliert über den über das Export-Kontrollgesetz hier in Deutschland, dann ist da natürlich die Black Lists.
00:13:59: Also Länder an denen wir nicht liefern dürfen oder auch gar nicht wollen.
00:14:03: und man könnte im Grunde sagen auf dem Defense Bereich es sind alles die NATO Staaten, die wir haben aber auch die NATO Friendly, Navy's die wir dort beliefern.
00:14:12: und auf dem zivilen Bereich erweitert sich das ein Stück weit weil wir natürlich dort eben auch immer an den Meeresangrenzen sind Ländern unterwegs sind.
00:14:23: Südamerika, das ist Nordamerika.
00:14:25: Das ist Asien ja der ganze Globus Australien nicht glaub jeden Kontinent können wir beliefern und beliefern werden.
00:14:32: Im September haben sie eine US-Tochtergesellschaft gegründet um die internationale Wachstumsstrategie voranzutreiben.
00:14:39: welches Potenzial hat für Sie der USmarkt?
00:14:42: In den USA haben wir im Grunde genommen zwei zwei Kernpunkte.
00:14:46: das ist einmal dass wir dort das ganze Thema Submarine Systems etablieren möchten.
00:14:52: Der amerikanische Markt für die Submarine System ist der einzige, wo wir stand heute Null-Prozent-Marktanteil haben also ein ganz frischer Markt für uns.
00:15:00: es ist aber auf der anderen Seite wenn man jetzt eben die genannte NATO und NATO Friendly Navies betrachtet mit ich meine irgendwas bei seventy U-Boten.
00:15:08: Die größte Flotte weltweit natürlich damit erst mal das größte Potenzial In Amerika oder in den USA, besser gesagt ist aktuell die Situation wie sie so ungefähr zehn-fünfzehn Jahre zuvor auch in Europa unter anderem war.
00:15:23: Es gab normalerweise ein Monopol.
00:15:26: also wir haben zum Beispiel vor ich sag mal fünfzehn jahre wenn ich es nicht ganz falsch liege dann haben wir im Grunde genommen alle Systemen alle Mastsysteme an TMS geliefert bis TMS irgendwann mal aus wirtschaftlichen Gründen und auch aus Risikogrunden vollkommen nachvollziehbar auch gesagt habe ich brauchen Dual Source.
00:15:43: Ich kann nicht nur auf einen Monopolisten setzen, weil natürlich ist die Verhandlungsmacht gering und aus der anderen Seite auch das Ausfallrisiko einfach immer da.
00:15:51: Deswegen wurde das vor Jahren schon mal geändert und es ist eben so dass wir deswegen dort immer in einem ganz normalen Wettbewerbssituation sind wenn es um neue Biddings geht.
00:15:59: In Amerika ist das eben noch anders.
00:16:01: Da ist es so, dass dort L-III Harris Carlsoni der Monopolis für diese Systeme ist und wir eben aus Amerika mit viel, mit dem wir jetzt dort seit über einem Jahr auch schon in Gesprächen sind Sei es die Werft, sei es die Navy selber.
00:16:14: Die Beschaffungsämter und
00:16:15: Co.,
00:16:16: den ist das schon in Dorn im Auge zum einen dort eben ein Monopolisten zu haben an dem alles hängt und gar nicht jetzt weil die eine schlechte, würde ich jetzt nicht sagen, eine schlechten Leistung bringen.
00:16:27: aber natürlich ist es ein Risikothema sicherlich ein preisliches Thema und es werden die Masten eben in Italien primär produziert.
00:16:35: Und Amerika ist natürlich jetzt mehr und mehr ähnlich wie wir das in Europa gerade sehen auf Local Content gepolt, also in Amerika für Amerika.
00:16:44: Und das ist jetzt sich der Ansatz den wir jetzt dort für die U-Boot Systeme verfolgen dass wir in Amerika mit amerikanischen Partnern vor Ort unsere Mastsysteme anbieten möchten oder jetzt gerade dabei sind und darüber eben dann das große Potential sehen Anteile der Flotte eben zukünftig auch beliefern zu können.
00:17:02: Das ist der Bereich Submarine Systems.
00:17:03: und nur den zweiten Bereich.
00:17:04: auch noch kurz genannt ist das ganze Thema um die Die ESS, also die Energy Storage Systems.
00:17:10: Jetzt hat Amerika ja vor allem in Texas um Justen rum die große Ölung-Gasindustrie und dort sind natürlich auch Großkunden, die dann wiederum weltweit Projekte und weltweite Assets und Anlagen haben Und mit denen wollen wir natürlich auch noch vermehrt ins Gespräch kommen, um dort entsprechend diese Technologie zu platzieren, die wie gesagt einzigartig ist und wo wir das große Potenzial sehen.
00:17:33: Sie haben jetzt zuletzt auch eine Übernahme in Estland getätigt.
00:17:38: Können sie da uns einen kurzen Überblick geben und vielleicht auch im Zuge dessen, wie wichtig sind für Sie Übernahmen?
00:17:45: Genau wir haben die Deckmarinesystems erworben also seventy-fünf Prozent mit folgendem Hintergrund zum Einen wie vorhin schon erzählt Wir wollen uns positionieren als der Zulieferer für autonomische Systeme und in diesem Kontext hat die Deck eben zwei ganz spannende Technologien.
00:18:02: Zum einen ist es das THDU heißt es, Through-Hall Deployment Units.
00:18:07: Das sind im Grunde genommen – ich nenne sie mal kleine Masssysteme wie man sie vom Urwort kennt nur umgedreht dass sich eben von autonomem Überwasserfahrzeugen die Verbindung herstellen kann über entsprechende Hydroakustiktechnologie mit der Unterwasserwelt.
00:18:21: Was ist etwas was in unserem Gesamtbild?
00:18:23: Wie wir die Vernetzung sehen der Meere, die uns dort hilft und entsprechend wichtige Komponente in Zukunft sein wird.
00:18:30: Und auf der anderen Seite ist es das ganze Handling von autonomem System, wenn wir jetzt aktuell oder die letzten Monate vielleicht auch Jahre uns anschauen dann haben alle riesen Flotten vor Augen und ich glaube es wird auch dazu kommen dass irgendwann mal fünftig bis hundert Stück an an AUVs in Flottern durch die Meere fahren werden oder entschwärmen.
00:18:52: Meines Erachtens aber noch keiner so eine richtig gute Lösung stand heute, wie wollen wir eigentlich das Handling davon betreiben?
00:18:56: Das heißt die Systeme müssen zum einen ins Wasser.
00:18:58: Sie müssen auch wieder rausgeholt werden entweder von der Keimauer oder vom Schiff und dann wieder ausgeholt wird.
00:19:06: Und da ist es so dass eben Deck Marine Assistants dort ein Patenter ist AI LARS und LARS steht für Launch and Recovery System und das ist etwas womit wir jetzt sozusagen schon wieder ein Stück weit weiter gedacht haben, was ist die Herausforderung in der Entwicklung?
00:19:23: In dem Trend der unbemannten Fahrzeuge das ist das Händling der Systeme und das können wir mit der Deck eben auch dann entsprechend abwickeln.
00:19:30: Deswegen sehen wir in dem Unternehmen ein kleines Unternehmen einen riesen Potenzial und genau die Technologie, die uns da eben hilft unser Portfolio zu erweitern und dann mit den Synergien das Ganze weiter aufzubauen.
00:19:41: Zu dem Thema grundsätzlich M&A.
00:19:43: Wir haben in der Vergangenheit einige Unternehmen dazu gekauft Und das ist, ich sage mal Teil der DNA und auch Teil unserer Strategie.
00:19:49: Auch in Zukunft, sag mal grob ein bis ein halbes wenn man es jetzt über die Jahresscheibe denkt Unternehmen pro Jahr zu akquirieren weil eben auch immer der Gedanke dahinter ist was möchte ich eigentlich selber entwickeln?
00:20:04: machen wir auch viel.
00:20:05: aber wenn ich vorhandene Technologie habe dann muss sich die nicht erneut entwickeln sondern hol mir lieber ein Unternehmen was schon profitabel ist was schon auch eventuell noch einen Kundenstamm mitbringt oder ein Marktzugang mitbringen, wie jetzt Estland zum Beispiel.
00:20:18: Und dann haben wir dort im Grunde mit so einer Akquisition mehrere Punkte
00:20:22: erschlagen.".
00:20:24: Dann würde ich gerne noch ein bisschen ans eingemachte Zahlenwerk gehen?
00:20:30: Wie zufrieden sind Sie mit der Entwicklung des ersten Halbjahres?
00:20:35: Also auf der rein finanziellen Seite ist das ja was im Grund und erstes halbjahr muss man sagen Wo ich mit zufrieden bin, was jetzt in dem Vergleich mit den Vorjahren auch gut ist.
00:20:50: Wir sind eben ein projektlastiges Geschäft.
00:20:53: das lernen die Investoren wahrscheinlich auch mehr und mehr über jeden Call, den wir haben.
00:20:58: Wir haben ein Stück weit immer den Großteil unserer Umsätze dann im zweiten Halbjahr, wir sind ja auch dem HGB noch unterlegen, der German Gap führt eben auch dazu dass wir zur Leistung dann in den Büchern stehen haben Also Energie- und Fahr- oder Bestandsaufbau für halbfertig Waren.
00:21:14: Aber wir haben jetzt noch nicht irgendwie ein Percentage of Completion, und können schon Anteilige Margen mit umlegen.
00:21:19: Das hat natürlich dann sozusagen in der Betrachtung der Zahlen sieht es da nicht so schön aus weil wir dann normalerweise ein bisschen weniger Ergebnis im ersten Halbjahr haben und mehr Ergebnisse entsprechend bei der Verumsatzung realisieren.
00:21:31: also aber in meiner betrachtungen jetzt bin ich vor elf Jahre dabei ist das ein sehr gutes erstes halbjahre, indem wir zufrieden sind
00:21:38: Sie sind seit März an der Börse gelistet.
00:21:41: Wie zufrieden sind sie mit dem Börsengang?
00:21:43: Mit dem Bösengang selber, vielleicht auch da noch zwei Infos vor den Börsengangen.
00:21:49: Also erst mal diese Erfahrung war wahnsinnig spannend und wir hatten, ich meine es waren irgendwas bei Hundertsechzig Coles.
00:21:58: das war extrem viel wurde uns vorgeklärt und natürlich extrem viel über mal hundertsechszigmal das erste oder am Anfang desgleiche erzählt hat.
00:22:06: Aber es war auch die Möglichkeit, hundertsechzigmal unser Geschäftsmodell zu challengen.
00:22:10: Und das war etwas was extrem viel Spaß gemacht hat weil... Auch wenn natürlich viele Investoren vor allem auf die Zahlen schauen, war aber in dem Moment so dass sie eben auch hinterfragt haben welches Geschäfts-Modell oder welche Anteil des Geschäfts Modells welche Relevanz hat und ich würde behaupten, dass ist unser Geschäftsmodell unseren eigenen Gedanken dessen wie wir das Unternehmen entwickeln wollen nochmal geschärft hat.
00:22:31: Das war sehr positiv!
00:22:32: Ich meine, von dem Zeitpunkt da gab es genau der Montag, der neunte Dritte und den Samstag davor.
00:22:41: Also zwei Tage davor begann denn der Krieg seitens der USA dort im Iran.
00:22:48: Das ist etwas wo wir dann kurz überlegt haben Ist das jetzt der richtige Moment?
00:22:53: Weil das natürlich grundsätzlich erstmal die Börsen verunsichert sind dann ja aber mit einem... Wir haben uns dazu entschieden das zu machen Und sind auch mit einem guten ersten Handelspreis in die Woche gestartet.
00:23:06: Dann würde ich jetzt noch einmal den Blick in die Zukunft richten.
00:23:09: Bleiben wir erstmal im laufenden Jahr, was sind hier ihre Ziele?
00:23:13: Wie sieht Ihre Prognose aus?
00:23:15: Wir haben für als Guidance auf der Umsatzseite rausgegeben dass wir zwischen neun und sechzig und einen siebzig Millionen Euro landen werden.
00:23:23: Im Hinterkopf muss man dazu haben das wir letztes Jahr mit zwei Sechzig Millionen pro Form abgeschlossen haben.
00:23:29: Also eine Steigerung, die wir uns dazutrauen von mindestens zwölf bis zwölfeinhalb Prozent.
00:23:35: Eine etwas nähere Guidance werden wir jetzt im Earnings Call für Q-III rausgeben.
00:23:42: am elften Elften und auf der EBIT-Seite haben wir siebzehn bis neunzehn Millionen Euro als Ziel herausgegeben.
00:23:51: auch hier werden wir ein Stück weit konkreter werden.
00:23:54: dann am elften Elften im Earings Call
00:23:57: worüber wir dann natürlich auch berichten werden und euch auf dem laufenden halten werden.
00:24:03: Was natürlich auch immer interessant ist, planen Sie in Zukunft eine Dividendenausschüttung?
00:24:08: Also aktuell und mit Blick auf unsere Midterm-Targets liegen wir am Umsatz mit organischem Wachstum bei haben wir uns vorgenommen über hundert Millionen zu landen.
00:24:19: Mit den Zukäufen wird sich dieser Wert natürlich erhöhen.
00:24:22: Der ganze Case rund um die Gabler-Gruppe ist stand heute Wachstum, Wachstem und das Wachstrom auch durch Investition eben in eine eigene Entwicklung aber auch in die Zukäufe.
00:24:31: Und dafür brauchen wir sozusagen die Proceeds und haben deswegen für uns auch klargestellt dass wir jetzt zur Erfüllung der Mitterm Guidance keine Dividenden erst mal ausschütten werden.
00:24:42: Ist auch das was wir an Feedback von vielen Investoren haben die auch gesagt haben wir geben euch letztlich des Geld nicht damit wir es im nächsten Jahr wieder bekommen sondern damit wird dann wachsen und am Wachstum partizipieren an der Gesellschaft.
00:24:54: Und das ist erstmal die Perspektive, wenn wir jetzt über langfristig sprechen klar ist das ein Gedanke und dann werden wir uns dazu positionieren.
00:25:01: aber das ist jetzt erst mal stand jetzt kein Thema.
00:25:05: Dann vielleicht zum Abschluss wo sehen Sie Ihr Unternehmen in fünf Jahren?
00:25:11: Also rein aus der Unternehmerischen oder aus der Marktperspektive sind wir der Name, sind wir das Unternehmen was für die Lösung der Unterwasser Herausforderungen, die es mal immer im Raum steht und dafür genannt wird.
00:25:26: Wenn wir das auf der umsatztechnischen Ebene sehen habe ich's gerade schon gesagt da bei einem Umsatz weit über hundert Millionen Euro Und wenn man jetzt vielleicht noch ein bisschen Börsen technisch betrachten würde ich sagen dass natürlich das Thema Prime Standard für uns auf jeden Fall ein Thema ist an dem wir jetzt auch nicht erst in fünf Jahren sondern auch Jetzt schon nach und nach anfangen zu arbeiten weil das natürlich nochmal Ja, auch Vertrauensthema ist gegenüber der Investoren.
00:25:51: Aber ich glaube diese drei Themen so kann man das formulieren.
00:25:55: Dann dürfen wir auf jeden Fall gespannt bleiben wie sich ihr Unternehmen weiterentwickelt und vielleicht sprechen wir nicht in fünf Jahren sondern vielleicht schon in ein paar Jahren nochmal hier an dieser Stelle über die Entwicklung ihres Unternehmens.
00:26:08: dann darf ich mich an dieser stelle bei Ihnen ganz herzlich für das interessante Gespräch bedanken.
00:26:13: Wir hoffen natürlich auch, dass Ihr Liebehörerinnen und Hörer die eine oder andere Information vielleicht oder vielleicht kannte die Gabler-Bube noch überhaupt nicht.
00:26:22: Dann habt ihr sie jetzt kennengelernt!
00:26:23: Wir hoffentlich habt einen guten Überblick bekommen.
00:26:25: Und wenn ihr keine Infos mehr rund um die Börse verpassen wollt dann schaut unbedingt auf unserer Homepage Effekten-Spiegel.com vorbei und ich hoffe ihr schaltet auch das nächste Mal wieder ein.
00:26:35: bis dahin und bleibt gesund.
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