194. Midterms 2026, mit Marco Bätzel

Shownotes

 Am 3. November fanden in den USA die Zwischenwahlen statt, die ein wichtiger Stimmungstest für den amtierenden US-Präsidenten sind. Und Donald Trump hat ein eindeutiges Zeugnis erhalten – die Demokraten haben überraschenderweise, nach bisherigen Hochrechnungen, beide Kammern zurückerobert. Was das für die Börsen bedeuten könnte und wie die Chancen für eine Jahresendrally stehen, bespricht der ES im Gespräch mit Marco Bätzel von der Vermögensverwaltung WBS Hünicke.



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00:00:02: Hallo, mein Name ist Janine Krüger und ich bin die Stimme des Anleger-Podcasts des Effecen-Spiegel-Magazins.

00:00:08: Wir sind mehr als nur ein Aktienpodcast!

00:00:10: Wir stehen für unabhängigen Börsenjournalismus – und das seit oneinzehnhundertsech.

00:00:14: Halbzeit in Washington.

00:00:15: Die Mitterms sind nicht nur in den USA ein Zeugnis für den amtierenden US-Präsidenten sondern sie entscheiden auch darüber ob die Republikaner in diesem Jahr weiterhin durchregieren können oder ob der Kongress die kommenden zwei Jahre von den Demokraten geführt wird.

00:00:43: Dass die Zwischenwahljahre auch charttechnisch eine nicht unerhebliche Rolle spielen.

00:00:47: Darüber hatten wir hier an dieser Stelle bereits in einer älteren Podcastfolge mit Herrn Betzel gesprochen, da könnt ihr sehr gerne noch einmal reinhören und heute wollen wir über das was wäre wenn sprechen?

00:00:58: Ich freue mich daher heute mit meiner Redaktionskollegin Katharina Korsen zu sprechen.

00:01:02: Hallo Katharina schön dass du heute wieder dabei bist.

00:01:04: hallo Janine ich freue mich auf wieder dabei sein zu dürfen.

00:01:08: Für US-Präsident Donald Trump ging es bei den Midterms um sehr viel, obwohl er selbst ja überhaupt nicht zur Wahl stand.

00:01:15: Das stimmt ganz genau!

00:01:17: Vielleicht ganz kurz ein Erklärungseinschub?

00:01:20: Zwei Jahre nach einer Präsidentschaftswahl finden in USA die Zwischenwahlen statt – also jetzt die sogenannten Midtermes traditionell Anfang November und das werden alle Abgeordneten des Repräsentantenhauses sowie rund ein Drittel des Senats gewählt.

00:01:35: Die beiden Kammern, also Repräsentantenhaus und Senat zusammen bilden dann den Kongress die Legislative, also die gesetzesgebende Gewalt der USA.

00:01:45: Und hinzu kommen ja auch noch Neuwahlen einiger Gouverneure.

00:01:48: Also am dritten November haben die Amerikaner nicht nur das Parlament neu gewählt sondern auch in thirty-six Bundesstaaten und drei Außengebieten die neuen Regierungschefs der Bundesstaate.

00:02:01: Genau, und für den amtierenden US-Präsidenten in diesem Fall Donald Trump sind die Midterms im Grunde auch immer ein Zwischenzeugnis für seine bisherige Amtszeit.

00:02:12: Die Wahlen geben also ein gutes Bild über die Stimmung des Landes wieder.

00:02:16: Jetzt waren die Wahlen ja wie bereits gesagt am dritten November, also Anfang der Woche.

00:02:21: Ergebnisse gibt es aber noch keine konkreten.

00:02:24: Ganz genau, das ist auch gar nicht ungewöhnlich.

00:02:27: Die Auszählung der Stimmen der Mitterms dauern in der Regel immer etwas länger.

00:02:30: man kann gar nicht genau sagen ob Tage oder tatsächlich ein paar Wochen.

00:02:35: aber gegen Ende November dürften wir tatsächlich die ersten Maliedergebnisse vorlegen haben

00:02:42: und bisher hatten die Republikaner in beiden Kammern die Mehrheit und konnten damit mehr oder weniger durchregieren.

00:02:48: was könnte sich nun ändern?

00:02:51: Ganz genau, allerdings waren es bereits bisher lediglich knappe Mehrheiten.

00:02:55: Im Repräsentantenhaushalten sie mit twohundertachzehn Sitzen die Mehrheit während die Demokraten zweihundert vierzehn Sitze halten.

00:03:03: ganz kurz zur Einordnung du brauchst tatsächlich hier im Repräzentant aus zwehundert achtzehn sitze für die Mehrhalt.

00:03:09: Im Senat führten Sie dagegen bisher mit dreiundfünfzig zu sieben und vierzig sitzen auch hier.

00:03:14: Du brauchst ein und fünfzig sitze Für Die Mehrheit.

00:03:17: Damit müssten die Demokraten also vier Sitzen zugewinnen, um die Mehrheit und die Kontrolle übernehmen zu können.

00:03:23: Und was würde das dann für den amtierenden US-Präsidenten bedeuten?

00:03:28: Es würde vor allen Dingen seinen Handlungsspielraum erheblich einschränken.

00:03:32: Konkret gibt es bei einem Sieg der Demokraten zwei Szenarien.

00:03:35: Als das erscheinliche Szenario gilt aktuell auch unter den Buchgebern sozusagen dass die Demokraten mehr als im Repräsentantenhaus zurückerlangen.

00:03:44: Was würde das bedeuten?

00:03:46: Sie könnten dann parlamentarische Untersuchungsausschüsse einsetzen, Zeugen vorladen oder sogar das Amtserhebungsverfahren einleiten.

00:03:54: Was ja immer wie ein Damokless-Schwert über Donald Trump wahrbart.

00:04:00: Und das zweite Szenario wäre dann dass die Demokraten beide kann man gewinnen?

00:04:04: Genau!

00:04:05: Dann wäre der Druck auf Donald Trump natürlich deutlich größer.

00:04:08: sie können nicht nur Ausschüsste vorantreiben sondern auch bei den Nominierungen mit entscheiden

00:04:14: Und damit könnte Trump dann Minister und Bundesrichter nicht mehr im Alleingang einsetzen.

00:04:19: Ganz genau!

00:04:20: Hinzu käme aber auch vor allem der Machtverlust in seiner eigenen Partei, damit würden die Midterms womöglich auch Einfluss auf die Präsidentschaftswahl in den Jahr- und Zwanzig nehmen können.

00:04:31: Jetzt sind es bisher nur mögliche Szenarien.

00:04:35: Wegen wir einmal auf den Wahlkampf kurz zurück?

00:04:38: Was waren denn hier die Themen, die den WahlKampf geprägt haben?

00:04:42: Ganz klar die hohen Lebenshaltungskosten, insbesondere natürlich in den letzten Monaten.

00:04:47: Die Spritpreise, die wahnsinnig angezogen sind.

00:04:50: und gerade den Aspekt hatten ja die Demokraten dann auf ihren Wahlkampf zugeschnitten weil sie natürlich an der Zollpolitik Donald Trumps Kritik haben.

00:05:00: und mit Blick auf die hohe SpritPreise war es da natürlich der Iran Krieg, der dann auch Donald Trump nicht gut dastehen lässt

00:05:07: Genau.

00:05:08: Vor allen Dingen Donald Trump nicht gut darstellen, das gebe ich dir ganz recht weil er wollte den Krieg ja immerhin in wenigen Wochen beenden.

00:05:14: Er hat ihn ja auch schon mehrfach für beendet erklärt?

00:05:16: Schauen wir mal!

00:05:18: Und wie sah es bei den Republikanern aus?

00:05:21: Die mussten den Wirtschaftspolitischen Kurs von US-Präsident Donald Trump natürlich verteidigen.

00:05:27: Die Republikaner profitieren natürlich auch vor diesem Magakult extrem, aber was auch wieder ist sie konzentrieren sich vor allem auf die harte Einwanderungspolitik als ihr Kernthema.

00:05:38: Ganz kurz.

00:05:39: Die Einwanderungspolitik ist in den USA immer wieder Thema gewesen, war im letzten Wahlkampf ein ganz großes Thema und hat auch Donald Trump mit Sicherheit einen ganz großen Vorteil innerhalb der Magakultur verschafft.

00:05:51: Ich hätte hier allerdings ein ganz spannendes Beispiel für dich oder auch für unsere Zuhörer – Texas!

00:05:57: Texas eigentlich in den letzten zwanzig Jahren oder über zwanzzig Jahren der klassische republikanische Staat Und ist so ein bisschen Opfer seines eigenen Erfolgs geworden gerade weil Auch hier sind die Republikaner natürlich dabei, zu sagen ich nehme jetzt wieder die Einwanderungspolitik mit in den Wahlkampf mit auf weil tatsächlich es so ausseht als könnte der Demokrat Taylorico einige Stimmen abfangen.

00:06:22: Das Spannende daran ist, dass die monatlichen Kontakte oder Grenzübergänge sind in den letzten Jahren tatsächlich um ninety Prozent zurückgegangen nach ersten Einschätzung.

00:06:32: das heißt Die Republikaner nehmen hier gerade wieder ein Thema auf, was sie eigentlich in den letzten Jahren schon abgeschafft haben.

00:06:40: Und dann muss man ja auch sagen, müsste sich Donald Trump als Präsident noch selbst in den Wahlkampf auch ein?

00:06:48: Ja ganz genau!

00:06:49: Auch ganz spannend.

00:06:51: auf dem ganzen Wahlkampffaustritten die er in den Letzten Wochen absolviert hat kam tatsächlich einiges hervor, was durchaus durch die Presse so gegangen ist... Ein Beispiel ist mir da noch im Kopf geblieben, dass er bei einem Wahlsieg seiner Partei jedem erwachsenen US-Bürger fünftausend Dollar bezahlen möchte.

00:07:12: Ich glaube, da erinnert sich der ein oder andere dran, wobei das ja ein kaum einlösbares Versprechen ist, wenn man mal ehrlich ist?

00:07:19: Das denke ich tatsächlich also... ...ich bin immer wieder überrascht was Donald Trump alles schafft und ich bin immer gespannt, was bei den fünftaussend Dollar noch rumkommt!

00:07:30: Und vor allem auch, ob die Republikaner die Mehrheit behalten.

00:07:32: dann damit?

00:07:33: Weil das ist ja die Grundvoraussetzung dafür.

00:07:35: Ganz genau!

00:07:37: Also wir dürften auf jeden Fall gespannt bleiben, ob er seinen Versprechen dann noch einlösen

00:07:41: muss.

00:07:42: Es bleibt auf jeden fall spannend und wir warten mit Spannung jetzt auf die Ergebnisse der Midterms-Katharina.

00:07:49: Ich bedanke mich an dieser Stelle bei dir für die Einordnung und auch die beiden möglichen Szenarien wie diese Wahl ausgehen könnte.

00:07:57: Und wir haben alle Infos rund um die Midterms und das, was wäre wenn für euch auch auf unserer Homepage Effekt-Spiegel.com aufbereitet?

00:08:06: Schaut da unbedingt auch noch mal vorbei!

00:08:08: Wir hoffen ihr schaltet auch das nächste Mal wieder ein – bis dahin bleibt gesund!

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